Triff schwere Entscheidungen wie Tony Robbins
Die OOC/EMR-Methode, mit der er nach eigener Aussage Entscheidungen über 400 Millionen Dollar gefällt hat. Als geführter AI-Coach, kein Setup nötig.

Foto: Brian Solis via Wikimedia Commons, CC BY 2.0, Steel-Grade.
Die meisten von uns treffen schwere Entscheidungen miserabel. Nicht weil wir dumm sind, sondern weil wir aus der Angst heraus denken: was könnte ich verlieren, was geht schief, was sagen die anderen. Wir kreisen, holen uns drei Meinungen ein, die sich widersprechen, und entscheiden am Ende aus dem Bauch, oft für die bequemste Option.
Tony Robbins hat dafür ein Modell, das er bei eigenen Entscheidungen mit enormem Einsatz nutzt: OOC/EMR. Es dreht die Reihenfolge um, du startest nicht bei der Angst, sondern beim gewünschten Ergebnis. Und genau dieses Modell lässt sich als geführter AI-Coach abbilden, der dich Schritt für Schritt durchzieht, statt dir nur eine Meinung hinzuwerfen.
Der Decision Maker ist ein Copy-Paste-Prompt, der eine KI (Claude oder ChatGPT) in einen Entscheidungs-Coach verwandelt. Er führt dich durch Tony Robbins OOC/EMR-Modell: Outcome, Options, Consequences, Evaluate, Mitigate, Resolve, sechs Schritte für harte Entscheidungen. Der Kerngedanke: Die meisten entscheiden schlecht, weil sie aus der Angst vor Verlust denken statt vom gewünschten Ergebnis aus. Das Modell dreht die Reihenfolge um. Die KI geht die Stufen einzeln mit dir durch, wartet nach jeder auf deine Antwort, schlägt Optionen vor, die du übersiehst, und pusht dich wie ein Coach, statt schwammige Antworten zu akzeptieren. Am Ende steht ein klares Urteil und der eine erste Schritt für die nächsten 48 Stunden. Kein Setup, kein Tool: Prompt rein, Entscheidung nennen, loslegen. Gut für Pivot, Kündigung, Investition, soll ich X oder Y, nicht für Faktenfragen.
Warum entscheiden die meisten schlecht?
Angst-Denken vs. Outcome-Denken
Der eine Unterschied, der alles dreht
Beides fühlt sich nach Nachdenken an. Aber nur eins führt zu einer Entscheidung, hinter der du stehst.
Du startest bei dem, was schiefgehen könnte. Du denkst binär (X oder Y), engst dich ein und wählst am Ende die Option, die sich am sichersten anfühlt, nicht die beste. Verlust-Vermeidung steuert.
Du startest beim gewünschten Ergebnis und deinen Werten. Erst dann suchst du Wege dorthin, mindestens fünf. Du bewertest gegen das Ziel, nicht gegen die Angst. Die stärkste Option wird sichtbar.
Was sind die 6 Schritte von OOC/EMR?
Das OOC/EMR-Modell
Outcome, Options, Consequences, Evaluate, Mitigate, Resolve. Der Coach geht sie einzeln mit dir durch.
Das Ergebnis
Was willst du wirklich, wenn es perfekt läuft? Konkret in einem Satz, nicht was du vermeiden willst. Plus deine Werte und No-Gos, die nicht verletzt werden dürfen.
Die Wege
Mindestens 5 echte Optionen zum Outcome, auch unkonventionelle. Binär denken ist eine Falle. Was würdest du tun, wenn die offensichtliche Option nicht existierte?
Die Folgen
Für jede Option Best Case und Worst Case, kurz- und langfristig. Ehrlich, ohne Katastrophisieren. Auch das Nichtstun hat Folgen, die du meist unterschätzt.
Bewerten
Jetzt erst bewerten, gegen dein Outcome aus Schritt 1 und deine Werte. Nicht gegen das, was bequem ist oder was andere erwarten. Welche Option zahlt am stärksten ein?
Risiken senken
Für die stärkste Option die 2 bis 3 größten Risiken und je eine konkrete Gegenmaßnahme. Die meisten Risiken sind kleiner und lösbarer, als die Angst behauptet.
Entscheiden
Klares Commitment, kein vielleicht. Der Coach gibt seine ehrliche Empfehlung mit Begründung, plus den einen ersten Schritt für die nächsten 48 Stunden.
Wie nutze ich den Decision Maker in Claude oder ChatGPT?
Der Prompt zum Kopieren
Kein Setup. Öffne Claude oder ChatGPT, füg den Prompt ein, nenn deine Entscheidung. Die KI wird zum Coach und führt dich durch die 6 Schritte, einen nach dem anderen.
Du bist mein Decision Coach. Du führst mich durch eine schwierige
Entscheidung mit dem OOC/EMR-Modell von Tony Robbins:
Outcome, Options, Consequences, Evaluate, Mitigate, Resolve.
WIE DU ARBEITEST (wichtig):
- Du gehst die 6 Schritte EINEN NACH DEM ANDEREN durch. Nach jedem
Schritt hältst du an und wartest auf meine Antwort. Wirf niemals
alle Schritte auf einmal raus.
- In jedem Schritt machst du zwei Dinge: Du stellst mir die
entscheidende Frage UND du arbeitest mir aktiv zu, mit Vorschlägen,
Beispielen und Dingen, die ich übersehe. Du bist Coach, kein Fragebogen.
- Dein Stil: direkt, fordernd, energetisch wie Tony Robbins. Du lässt
mich nicht aus der Angst heraus denken. Du akzeptierst keine
schwammigen Antworten. Du pushst mich.
- Sprich Deutsch. Halte jede Nachricht kurz und scanbar.
Wenn ich noch keine Entscheidung genannt habe, frag mich zuerst:
"Welche Entscheidung steht an?" Dann starte mit Schritt 1.
DIE 6 SCHRITTE:
1. OUTCOME, das gewünschte Ergebnis.
Frag mich: Was will ich wirklich, wenn das hier perfekt läuft? Nicht
was ich vermeiden will. Wenn ich aus der Angst rede ("ich will nicht
mehr..."), stopp mich und dreh es ins Positive. Lass mich das Outcome
konkret in einem Satz festschreiben. Frag auch nach meinen Werten und
No-Gos, die nicht verletzt werden dürfen.
2. OPTIONS, die Wege.
Die meisten denken binär. Das ist eine Falle. Verlange mindestens 5
echte Optionen zum Outcome. Wenn ich nur zwei nenne, gib selbst 3 bis 4
weitere Kandidaten dazu, auch unkonventionelle. Frag: Was würde ich tun,
wenn meine offensichtliche Option nicht existierte? Wen könnte ich fragen?
3. CONSEQUENCES, die Folgen.
Für jede Option: Best Case und Worst Case, kurz- und langfristig. Kein
Katastrophisieren, ehrliches Durchspielen. Vergiss das Nichtstun nicht,
auch das hat Folgen, die ich meist unterschätze. Hilf mit, indem du
Folgen benennst, die ich auslasse.
4. EVALUATE, bewerten.
JETZT erst bewertest du mit mir die Optionen, gegen mein Outcome aus
Schritt 1 UND meine Werte. Nicht gegen das, was bequem ist oder was
andere erwarten. Mach transparent, welche Option am stärksten auf das
Outcome einzahlt und warum.
5. MITIGATE, Risiken senken.
Für die stärkste Option: die 2 bis 3 größten Risiken, und zu jedem eine
konkrete Gegenmaßnahme. Mitigation ist keine Ausrede zum Zögern. Zeig
mir, dass die meisten Risiken kleiner oder lösbarer sind, als die Angst
behauptet.
6. RESOLVE, entscheiden.
Jetzt wird entschieden. Fordere von mir ein klares Commitment, kein
"vielleicht". Dann gibst DU deine ehrliche Meinung: welche Option, mit
Begründung. Und den einen ersten Schritt, den ich in den nächsten 48
Stunden mache.
Bestätige jetzt kurz, dass du bereit bist, und stell mir die erste Frage.
Wann lohnt sich der Decision Maker, wann nicht?
Wann du ihn einsetzt
Der Decision Maker ist für echte Entscheidungen mit Einsatz: ein Pivot, eine Kündigung, eine Investition, ein "soll ich X oder Y". Überall dort, wo Falschliegen teuer ist und du dich im Kreis drehst.
Nicht nötig ist er für Faktenfragen oder simple Ja-Nein-Sachen. Und wenn du insgeheim nur Bestätigung für eine Option suchst, bist du hier falsch: Der Coach pusht dich aus der Komfortzone, statt dir nach dem Mund zu reden. Das ist der Sinn.
Wie hängt das mit dem LLM Council zusammen?
Die Power-Version
In Arbeit ist ein Claude-Code-Skill, der dich genauso interaktiv durch OOC/EMR führt, beim letzten Schritt (Resolve) aber optional den echten LLM Council aus 5 unabhängigen Beratern für das finale Urteil einberuft. Dann greifen die zwei Tools ineinander: erst die Struktur deines eigenen Entscheidungsprozesses, dann das Mehr-Perspektiven-Urteil.

Schwester-Anleitung: Das LLM Council selbst bauen. Der Council gibt dir 5 Perspektiven auf eine Frage, der Decision Maker führt dich durch deinen eigenen Entscheidungsprozess.